Aktuelle Tagesberichte der Englandfahrer

Unsere Schule erhält von unserer Lehrkraft Herrn Gulba täglich Berichte und Fotos zur derzeit stattfindenden Englandfahrt – live aus England.

1. Tag

Anreise

„Spannend“ war das wohl meistgefallene Wort, als sich die mutigen Englandfahrer Sonntagmorgens um halb vier in Wartenberg vor der Schule versammelten. Einige Eltern begleiteten ihre Weltenbummler und wollten diese ebenso wie Schulleiter Michael Braun direkt bei der Abfahrt persönlich verabschieden. Mit ein wenig Verspätung startete um 3:45 Uhr der Motor des Busses, welcher sich mit insgesamt 37 Schülern (24 aus Taufkirchen, 13 aus Wartenberg) und fünf Lehrkräften auf den langen Weg Richtung Insel machte. Ziemlich schnell wurde es im Bus sehr leise, da die Augen schwer, der fehlende Schlaf nachgeholt und neue Energie für die anstehenden Tage getankt wurden. Nach drei Stunden hieß es dann das erste Mal Beine vertreten, das letzte Mal auf deutschem Boden. Um sagen zu können, man hätte mehrere Länder betreten, folgten weitere große Pausen in Luxemburg und Belgien, bei welchen sich die Schüler jeweils an einer Raststätte stärken konnten. Gegen 17 Uhr stieg die Aufregung, als man in den Hafen von Calais einfuhr. Bewaffnete Grenzbeamte und Spürhunde, für viele kein alltäglicher Anblick. Man reihte sich in der langen Schlange ein und nach einer guten halben Stunde hatte jeder die Erlaubnis, nach England einzureisen! Puh! Erster Meilenstein geschafft!

Leider hatte die für 18:50 Uhr geplante Fähre Verspätung, so dass der Bus erst gegen 19:30 Uhr auf das riesige Schiff fahren durfte. Nachdem Treffpunkt und Uhrzeit vereinbart wurden, ging es für die meisten direkt aufs Deck! Purer Sonnenschein, frische Luft und was für eine traumhafte Aussicht!

Nach gut 1,5h Überfahrt wurde es ernst. Nur noch wenige Minuten und man lernte seine Gastfamilie kennen. Nach 15 Minuten ungewöhnlicher Busfahrt auf der linken Seite (Die spinnen doch die Engländer 🙂 ) und den ersten Eindrücken von der Küstenlandschaft erreichte man Folkestone. Dort warteten die Gastfamilien bereits sehnsüchtig auf den Bus. Die Koffer wurden verteilt und die Schüler ihren Gastfamilien zugeteilt. The first english words were spoken!

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2. Tag

Sprachunterricht und Canterbury Cathedral

New day, new energy! Und die erste Frage, die man sich an diesem Morgen stellte: Sind wir tatsächlich in England? Wolkenfreier, blauer Himmel und strahlender Sonnenschein. So kann der erste volle Tag in England doch beginnen. Mit dem Bus oder mit privatem Fahrdienst seitens der Gastfamilie ging es in der Früh zum Sprachunterricht in Folkestone. Drei Stunden das eigene Englisch auf spielerische Art auffrischen klingt für so einen Aufenthalt nur allzu sinnvoll und machte die Schüler natürlich auch sehr hungrig. So spazierte man im Anschluss an die Ostküste Englands, um dort bei einem herrlichen Ausblick aufs Meer das Lunch-Paket zu genießen.

Gegen 13 Uhr ging es dann mit dem Bus nach Canterbury, wo die Lehrkräfte den Schüler eine kleine Führung in einer der ältesten und berühmtesten christlichen Kathedrale in England gaben, der Canterbury Cathedral. Fotos wurden geschossen und die ein oder andere Instagram-Story erstellt.

Direkt neben diesem historischen Bauwerk, das bereits im Jahre 597 erbaut wurde, befindet sich eine große Einkaufsmeile. Natürlich die beste Gelegenheit, um im Anschluss an die Führung das erste Mal auf Shopping-Tour zu gehen oder den ein oder anderen Snack zu sich zu nehmen.

Pünktlich um 16 Uhr trat man die Heimreise nach Folkestone an, wo die Schüler wieder ihre Gastfamilien aufsuchten, um dort ihr Dinner serviert zu bekommen.

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3. Tag

Dover Castle und White Cliffs

Oh wie gut werden nach dem heutigen Tag alle schlafen…

Um kurz nach 9 Uhr wurden die letzten Lehrkräfte und Schüler vom Bus eingesammelt. Nächster Halt: Dover Castle! Dort angekommen gab es die erste offizielle Führung von einem englischen Experten, welcher die Reisegruppe mit dem Thema „Operation Dynamo: Rescue from Dunkirk“ vertraut machte. Eine sehr spannende Führung durch die dunklen und engen Tunnelanlagen, begleitet von anschaulichem Filmmaterial und interessanten Räumlichkeiten ließ die Schüler 78 Jahre in der Geschichte zurückversetzen. Damals retteten die Soldaten Englands über 300.000 Menschen aus dem französischen Dünnkirchen und steuerten damit maßgeblich zum Ausgang des Zweiten Weltkriegs bei.

Nach so viel Geschichte musste natürlich die erste Stärkung erfolgen: Lunchpakete raus!

Nachdem den Schülern anschließend the Roman Lighthouse (2000 Jahre alter Leuchtturm) gezeigt wurde, durften sich diese eine Stunde frei auf der Burganlage bewegen. Für viele ging der Weg ganz nach oben auf die Burg, von wo aus man wieder einmal einen tollen Ausblick aufs Meer hatte. Leider war dieser heute sehr englisch geprägt (bewölkt und neblig), drückte jedoch keineswegs die Stimmung.

Nach dem „Freigang“ ging es mit dem Bus zum Startpunkt der großen Wanderung an den berühmten White Cliffs von Dover. Zwei Stunden ging es entlang der windigen Küste. Viele Fotos wurden geschossen und der ein oder andere „White Cliff“ als Souvenir eingepackt.

Die Füße dürften dementsprechend schwer sein, können sich allerdings auf etwas mehr Entspannung am morgigen Tag freuen…

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4. Tag

 

Let’s go to school!

Um genauer zu sein ging es an diesem Vormittag zur Dover Grammar School for Boys (DGSB). Auf dem Weg dorthin wurde ein einstündiger Zwischenstopp an der Gedenkstätte „The Battle of Britain Memorial“ eingelegt. Ein eigentlich trauriger Anlass ermöglichte hier den Schülern einen perfekten Blick auf das Meer und von weitem auf die am Vortag besuchten White Cliffs von Dover. Unterstützt wurde diese Aussicht von der Sonne, welche wieder einmal ihr Bestes gab. An dieser Stelle nochmals großes Lob und vielen Dank an Petrus. Bist ein Guter! Bitte morgen noch einmal Sonne und du darfst wieder englisch werden. 🙂

Jetzt aber wirklich ab in die Schule! Dort angekommen wurde die Reisegruppe herzlichst von Kate empfangen und in die große Aula geleitet. Kaffee, Tee, Softdrinks und Kekse standen für Lehrkräfte und ihre Schützlinge bereit. Aber auch Einzeltische, welche den Schülern signalisierte, dass das „Speed-Dating“ kurz bevorstand, waren bereits hergerichtet. Man verteilte sich auf die Tische und wartete gespannt auf die englischen „students“. Nach wenigen Minuten war es soweit und die „Boys“ betraten die Aula. Sie verteilten sich auf die freien Plätze und das Speed-Dating konnte beginnen. Nach kurzer Instruction von Kate ging es los und der Lärmpegel stieg rapide an. Wohl eine der wenige Male, wo man sich als Lehrkraft über Lärm freut: Die Kids können sich alle auf Englisch verständigen!

Im Anschluss gab es eine kleine Führung durch das Schulgebäude. Vom Media Room (z.B. zum Filme erstellen), über die Sportanlage, bis hin zu den Klassenzimmern wurde alles gezeigt und erklärt. Besonders interessant waren die Kunst-Räumlichkeiten. Bilder, wie von einem bekannten Künstler, gezeichnet von den Schülern, soweit das Auge reicht. Die dort angestellte Lehrkraft erklärte diesen Umstand so, dass in England deutlich mehr Wert auf Kunst gelegt wird und die Lehrkräfte, welche dieses Fach unterrichten, ein Kunst-Diplom vorlegen müssen.

Um 12:30 Uhr ging es in die Mensa zum Kräfte sammeln. Die Schüler konnten dort zwischen einem Fleischgericht und einem vegetarischen Mittagessen wählen. Die Stärkung war vonnöten, da es zum Abschluss in die Turnhalle zum „Sporteln“ ging. Das eigentlich geplante Softball-Game zwischen Deutschland und England fiel leider wortwörtlich ins Wasser. In der Turnhalle wurden als Notlösung Tischtennis-Platten aufgebaut und Basketbälle verteilt. Deutschland lieferte sich also im Trockenen kleine Wettkämpfe mit England  (z.B. beim Basketball Freiwurf).

Nachdem jeder seine Skills zeigen konnte gab es ein letztes Gruppenfoto, bevor es schon wieder hieß „Good Bye“ zu sagen.

Nachmittags ging es wieder nach Folkestone in die Stadt. Nach einer kleinen Strand-Wanderung erreichte man die Innenstadt, in welcher die Schüler Gelegenheit hatten, ein Café aufzusuchen oder wieder einmal Shoppen zu gehen. 🙂

Um 16:30 Uhr trat man die Heimreise zu den Gastfamilien an, wo man sich bereits auf den morgigen Tag freuen wird… Es geht endlich in die Weltstadt London…

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5. Tag

London (finally) calling!

Heute stand der letzte ganze Tag auf der Insel und das vielleicht größte Highlight der England-Fahrt auf dem Programm. Mit einem gutgelaunten Petrus an unserer Seite ging es morgens um genau 09:09 Uhr (hier sind die Bahnen pünktlich 🙂 ) mit dem Zug von Folkestone nach London. Nach gut einer Stunde Fahrt erreichte man die Weltstadt und stieg an der London Bridge Station aus. Von dort aus ging es direkt zu Fuß an die Themse, wo die ersten Bilder und Selfies und Snapchats und Insta-Stories und … ach, was es sonst noch so alles gibt aus London gemacht werden konnten. Das meistverwendete Motiv war dabei die Tower Bridge of London. Im Anschluss wurde diese überquert und der Tower of London angesteuert. Während die Lehrkräfte sich um die Tickets der anstehenden Bootstour über die Themse kümmerten, hatten die Schüler etwas Zeit ihre Lunch-Pakete zu genießen, oder ihre Füße etwas zu entspannen. Die vorherigen Tage steckten doch noch ganz schön in den Knochen.

Gegen 13 Uhr hieß es dann endlich: „Alle Mann an Bord“. Nach ganz kurzem Regenschauer in der Pause kam die Sonne rechtzeitig zu diesem Anlass wieder heraus, so dass man London sogar vom offenen Deck aus bestaunen konnte. Es dauerte nicht lange und man konnte bereits von weitem unser nächstes großes Ziel sehen: The London Eye! Jeder kennt es, jeder hat schon einmal ein Foto davon gesehen, aber wie groß dieses „Auge“ wirklich ist, sieht man erst, wenn man direkt davor steht.

Die Schüler hatten noch ein wenig Zeit Mut zu sammeln, denn bevor es mit dem größten Riesenrad Europas in 135m Höhe ging, durfte man in einem kleinen Kino einen 4D-Film über das London-Eye ansehen. Während des Films fiel sogar Kunstschnee und es stieg durch Nebelmaschinen Rauch auf. Doch nun ab in die „Kabinen“ des London-Eyes. Eine gigantische Aussicht über ganz London bei teils dunkel-, teils bayerisch-bewölkten Himmel dürften jeden Pound wert gewesen sein. Ein Muss für jeden London-Besucher!

Als nächstes folgte eine kleine Wanderung durch die englische Hauptstadt. Vorbei an weltberühmten Bauwerken wie dem Big Ben oder den Houses of Parliament ließ die Schüler (zumindest teilweise 😛 ) ins Staunen kommen. Auch vor dem Westminster Abbey wurde ein kleiner Zwischenstopp eingelegt, um den Schülern die Gelegenheit zu geben, dieses Bauwerk fotografisch festzuhalten.

Nun folgte eine Wanderung durch den St.James Park, die mit einer halbstündigen Pause auf der großen Wiese belohnt wurde. Zeit für ein Eis vom Kiosk nebenan!

Anschließend lautete das nächste Ziel: Trafalgar Square. Dort durften die Schüler erneut ihre Freizeit genießen, vielen reichte jedoch ein Sitzplatz und die Sonne um glücklich zu sein. So ein Städtetrip kann einen schon sehr müde machen.

Um 17:30 Uhr peilte man den Bahnhof an, um die Rückreise nach Folkestone anzutreten. Die Rückfahrt dauerte leider etwas länger, so dass man erst gegen 20 Uhr in der dieswöchigen „Heimat“ eintraf.

Ein wieder einmal sehr sonniger Tag neigt sich dem Ende zu und man denkt bereits jetzt schon etwas wehmütig zurück.  Eine große Fahrt ohne Komplikationen, ein großes Kompliment an die tollen Mitfahrer!

Morgen erfolgt die große Heimreise, während der ich gerne ein Meinungsbild der Schüler einfangen möchte, das vermutlich kommenden Montag auf der Homepage erscheinen wird. Nicht dass ich die Dinge am Ende noch falsch dargestellt habe! 😛

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6. Tag

Die letzten Eindrücke, die Heimfahrt und ein kleiner Rückblick

Um 8:30 Uhr versammelte sich die gesamte Reisegruppe am Bus. Nach einer kurzen Anwesenheitskontrolle bekamen die Schüler knapp 1,5 Stunden Zeit, um sich persönlich von Folkestone verabschieden zu können. Es ging für alle nochmals entlang des Strands, bevor sich die Schüler frei verteilen durften.

Um 10:30 Uhr startete der Bus in Richtung Dover Hafen, von wo aus uns die Fähre gegen 12 Uhr wieder aufs europäische Festland schippte. Ein letzter Blick konnte nun auf die White Cliffs geworfen werden. Manche konnten dabei den am Dienstag an der Küste zurückgelegten Weg genau nachskizzieren. Ein letztes Mal Winken. Good Bye England! It was a pleasure!

Eda
„Ich war noch nie zuvor in England. Es war ein tolles Erlebnis für mich, am meisten hat mir das London Eye und die White Cliffs gefallen, weil man einen super Ausblick hatte und es genießen konnte. Wir konnten uns innerhalb der Klasse näher kommen.“

Julia
„Ich war noch nie in einem englischsprachigen Land und es war eine neue, tolle Erfahrung für mich. Ich verstehe Englisch jetzt besser und am besten haben mir die White Cliffs gefallen und der Besuch von London, da ich schon immer mal dorthin wollte.“

Sara
„In England haben mir am besten die White Cliffs gefallen, da man von da aus eine tolle Aussicht hatte. Der Tagesausflug nach London war auch sehr schön, wir konnten vieles sehen.“

Alex
„Da ich bisher nur in London war, war es mal nice zu sehen, wie die Engländer in einer nicht so großen Stadt leben. Am besten gefallen haben mir die White Cliffs wegen dem Ausblick und das London Eye, auch wegen dem Ausblick.“

Semhar
„Ich war zum ersten Mal in England, mir hat es sehr gefallen. Vor allem das London Eye und die White Cliffs, weil man von dort aus viel sehen konnte. Wir sind uns auch untereinander näher gekommen und verstehen uns besser.“

Marie
„England hat uns alle irgendwie zusammengebracht und man hat jeden von einer anderen Seite kennengelernt. Das Schönste war, dass wir unsere Freunde von der Dover Grammar School for Boys wiedergesehen haben.“

Meik
„Es war anfangs komisch, in einer anderen Familie zu sein, die einen nicht versteht, aber man konnte  sich schnell daran gewöhnen. Wir wurden gut aufgenommen und hatten viel Spaß. Am meisten hat mir das London Eye gefallen mit dem grandiosen Blick über ganz London.“

Sophie
„Es war mein erstes Mal in England und ich habe es schön gefunden. Ich fand London und die Klippenwanderung sehr cool, obwohl es ziemlich windig war. Die Gastfamilie war auch richtig nett.“

Carla
„Da ich schon mal in London war, fand ich es toll mal etwas anderes von England zu sehen. Am meisten haben mir die White Cliffs gefallen, da man dort eine tolle Aussicht hatte.“

 

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